Presseinformation des VRS vom 02.12.2019: Region positioniert sich zur VVS-Tarifdiskussion

Laut Patricia Schäfer (AfD) sei eine Nullrunde nicht zielführend. „Zukunftsfähigkeit gibt es nicht zum Nulltarif.“ Die Nullrunde sei für sie eine versteckte Steuerfinanzierung. Sie möchte eine Bugwelle verhindern, die man sonst zu einem späteren Zeitpunkt mit einer eklatanten Tariferhöhung abfangen müsste. Darüber hinaus brauche man die Mittel für Verbesserungen der Infrastruktur, denn diese führten laut Schäfer zu wirklichen Fahrgaststeigerungen.

Untenstehend ein Auszug aus der Pressemitteilung des Verbands Region Stuttgart.
Die vollständige Pressemitteilung des Verbands Region Stuttgart kann hier abgerufen werden.

Verkehrsausschuss diskutiert moderate Tariferhöhung um 1,9 Prozent mit. VVS-Vorschlag bestimmte Tickets von der Anpassung auszunehmen befürwortet.
STUTTGART: Der Verband Region hat sich als Gesellschafter im VVS und Besteller der S-Bahn Stuttgart in der heutigen Sitzung des Verkehrsausschusses mit dem VVS-Tarif 2020 beschäftigt. Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und die Landeshauptstadt Stuttgart sind bereit, die Kosten für eine weitere Nullrunde mitzutragen. Der Nullrunde müssen als weitere Finanzierungspartner auch die Verbundlandkreise zustimmen. Deren Gremien haben noch nicht abschließend darüber beraten, es deutet sich jedoch eine ablehnende Haltung an. Einer der Hauptgründe liegt in den heute bereits hohen finanziellen Investitionen in den ÖPNV – vor allem im Busverkehr – durch die Landkreise.

Für diesen Fall hat der VVS für seine morgige Gesellschafterversammlung einen Vorschlag für eine moderate Tariferhöhung um 1,9 Prozent erarbeitet. Dieser sieht vor, bestimmte Tickets von der Tarifsteigerung auszunehmen. Hierbei handelt es sich um die Zeittickets des Ausbildungsverkehrs, die von der Tarifreform nicht unmittelbar profitiert haben. Konkret betrifft es das Scool-Abo, Ausbildungs-Abo, StudiTicket und das 14-Uhr-JuniorTicket. Die Preise für Einzel- und 4erTickets für Kinder sollen ebenfalls unangetastet bleiben. Das TagesTickets soll weiterhin unverändert das günstigste Tagesticket aller deutschen Großstädte bleiben. Das Gesamtvolumen von 1,9 Prozent will man durch eine maßvolle Anpassung bei Tickets im Gelegenheitsverkehr, im Berufsverkehr und bei den Senioren erreichen. Die Tarifanpassung hat ein Volumen von 10,6 Millionen Euro und erfordert zur Deckung des Defizits zusätzliche Fahrgastzuwächse. Der regionale Verkehrsausschuss hat sich in seiner heutigen Sitzung für den Vorschlag ausgesprochen.

Laut Patricia Schäfer (AfD) sei eine Nullrunde nicht zielführend. „Zukunftsfähigkeit gibt es nicht zum Nulltarif.“ Die Nullrunde sei für sie eine versteckte Steuerfinanzierung. Sie möchte eine Bugwelle verhindern, die man sonst zu einem späteren Zeitpunkt mit einer eklatanten Tariferhöhung abfangen müsste. Darüber hinaus brauche man die Mittel für Verbesserungen der Infrastruktur, denn diese führten laut Schäfer zu wirklichen Fahrgaststeigerungen.

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